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Leerstände auf dem US-amerikanischen Büro- und Industrieimmobilienmarkt verringern sich auch im vierten Quartal 2010

Angebot von einzelhandelsraum bleibt konstant, Reihenhausnachfrage weiterhin stark

Boston (USA) – 7. Januar 2011 – Im 4. Quartal 2010 gingen die landesweiten Leerstände und verfügbaren Angebote auf dem US-amerikanischen Büro- und Industrieraummarkt weiter zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Analyse der CBRE Econometric Advisors (CBRE-EA). Im vierten Quartal 2010 fiel die landesweite Leerstandsrate für Büroraum um 20 Basispunkte auf 16,4 %, was den zweiten quartalsbezogenen Rückgang in Folge markierte. Die landesweite Angebotsrate1 für Industrieraum fiel im vierten Quartal um 30 Basispunkte auf 14,3 %, was einen Rückgang des verfügbaren Raums belegt – ebenfalls zum zweiten Mal in Folge. Dies kann als Hinweis auf eine Erholung der Industrie gewertet werden.

Auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt stagnierte die Gesamtangebotsrate im vierten Quartal bei 13,0 % – sie entspricht damit dem Wert des vorangegangenen Quartals. Die Leerstandsrate der landesweiten Filial-Gruppen mit 3,4 Millionen professionell verwalteten Wohnungseinheiten wurde im vierten Quartal mit 6 % beziffert.

"Die Bandbreite und Kontinuität der Erholung entspricht genau dem, was man sich erhofft hat – ein Zeichen dafür, dass man aus dem Gröbsten raus ist", erklärt Jon Southard, Director of Forecasting, CBRE-EA. "Allerdings darf man angesichts dieser Daten die Relation zu den damaligen Werten nicht aus dem Blick lassen: Mit Ausnahme der Reihenhäuser müsste die Erholung noch um einiges zulegen, damit die Zahlen auf das Niveau der einstigen Leerstandsraten kommen."

Aus der Analyse von CBRE-EA zum vierten Quartal 2010 geht hervor, dass – wie in vorangegangenen Quartalen – die Büroraummärkte in den Vororten jene in der City übertreffen; die Leerstandsrate in den Vororten sank um 30 Basispunkte während die City-Leerstandsrate um nur 20 Basispunkte sank. Es ist der erste Rückgang auf den City-Submärkten seit dem dritten Quartal 2007. Der Büroraummarkt insgesamt steuert im vierten Quartal weiterhin in Richtung Erholung. Eine größere Mietgeschwindigkeit und weniger Bauaufträge trugen dazu bei, dass die Leerstandsrate für Büroraum von ihrem maximalen Zykluswert (im zweiten Quartal 2010) nach unten korrigiert werden konnte.

Die verzeichneten Leerstände verringerten sich im vierten Quartal auf 30 von 57 Märkten, wobei die Raten auf zehn Märkten stagnierten und auf 17 Märkten anstiegen. Die Märkte in Florida waren 2008 und 2009 vom Zusammenbruch der Immobilienaktivitäten massiv betroffen. Langsam stabilisiert sich die Lage auch hier, die Wirtschaft erholt sich. Im vierten Quartal 2010 gehörten sie zu den Märkten, die am schnellsten aufholen: Die Leerstände sanken in Tampa und Orlando um 60 Basispunkte und in Jacksonville um 130 Basispunkte. Auch die energie- und von anderen Ressourcen abhängigen Märkte in Texas zählten zu den Top-Performern: In Houston und Fort Worth fielen die Leerstandsraten um 80 bzw. 50 Basispunkte.

Das vierte Quartal bescherte auch dem Industriemarkt positive Zahlen – mit geringeren Leerständen, so weitflächig verteilt wie lange nicht. Obwohl das Angebot von Raum hier auf einem rekordverdächtigen Niveau bleibt und anzeigt, dass in diesem Sektor noch viel nachzuholen ist, werden eine verringerte Bautätigkeit und die sich erholende Wirtschaft dafür sorgen, dass das Angebot in Zukunft geringer ausfällt. Während des vierten Quartals 2010 verzeichnete man auf 39 Märkten fallende Angebotsraten, auf vier Märkten blieben die Zahlen unverändert, auf 15 wurde eine Erhöhung festgestellt.

Im Einzelhandelsbereich wirkte sich die vorweihnachtliche Einkaufszeit positiv aus, was sich jedoch nicht in einem erhöhten Bedarf an Raum in den Einkaufszentren niederschlug. Das Wachstum der wichtigsten Einzelhandels-Verkaufszahlen im Vorjahresvergleich ist seit Mai kontinuierlich gestiegen: Die Wachstumsrate wuchs bis November auf über 6 % – ein Hinweis darauf, dass sich der Verbrauchermarkt nachhaltig erholt. Mit Ausnahme von zehn Märkten verzeichnen die Einzelhandelsmärkte zweistellige Raten für Raumangebot. San Francisco, New York City, Oakland, Long Island und Miami bilden unter anderen eine Ausnahme und gehören zu jenen Regionen mit den niedrigsten (einstelligen) Raten. Auf zwanzig Märkten verbesserten sich die Angebotswerte im Vergleich zum vorangegangenen Quartal (auf weiteren sechs stagnierten sie). Von diesen verzeichneten acht zudem einen Rückgang auch im Vorjahresvergleich (Columbus, Boston, Long Island, Atlanta, Oakland, Miami, Baltimore und Washington DC). 

Vorläufige Zahlen geben Hinweise darauf, dass sich der US-Wohnungsmarkt unverändert stark erholt. Die landesweite Leerstandsrate steigt im saisonbedingt schwachen vierten Quartal üblicherweise um etwa 80 Basispunkte. Im Jahr 2010 fiel dieser Q4-Anstieg mit nur 20 Basispunkten deutlich geringer aus und markierte damit einen der stärksten Jahresabschlüsse überhaupt. Im ganzen Jahr 2010 fiel die landesweite Leerstandsrate um 130 Basispunkte – von einem Durchschnitt von 7,4 % im Jahr 2009 auf 6,1 %. Die Nachfrage nach Wohnraum stieg von 108.000 auf 258.000 Einheiten. Die Leerstände nähern sich auf allen Märkten zügig den Zahlen der Vergangenheit an.

1 "Angebot" ist Raum, der aktiv angeboten wird und innerhalb von 12 Monaten von Mietern bezogen werden könnte.

 

Über CBRE Group, Inc.
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2010 – weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit ca. 31.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundsunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Debt Advisory und Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de. Bitte besuchen Sie unsere Website unter www.cbre.com.​​​​

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