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CB Richard Ellis Group, Inc. veröffentlicht ViewPoint über die Auswirkungen des großen Erdbebens in Ostjapan auf den Immobilienmarkt

  • Büromietpreise in Tokio geben im unsicheren wirtschaftlichen Umfeld möglicherweise nach
  • Bei Mietpreisen erstklassiger Einzelhandelsflächen in Tokio keine Veränderung erwartet 
  • Im Bereich Industrial steigt die kurzfristige Nachfrage, längerfristige Nutzen fürMieten   allerdings ungewiss 

Tokio – 31. Mai 2011 – Die Mietpreise für Büroflächen und luxuriöse Einzelhandelsflächen in Tokio könnten in Folge des großen Erdbebens in Ostjapan und aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds unter Druck geraten. Im Markt für industrielle Flächen könnte die Nachfrage hingegen vorübergehend steigen, jedoch bleiben die langfristigen Auswirkungen auf Mieten im industriellen Bereich ungewiss. Zu diesem Schluss kommt CB Richard Ellis (CBRE) in einer vorläufigen Beurteilung der Auswirkungen des Erdbebens auf Japans Immobilienmärkte. Im Bericht wird auch vermutet, dass die Erholung der Transaktionsvolumen durch japanische Investoren und Fonds angeführt werden wird, unterstützt durch inländische Banken, die weiterhin bereit sein werden, erstklassige Immobilienakquisitionen zu finanzieren. Diese Erkenntnisse gehen aus einem speziellen Asia Pacific ViewPoint über Japan hervor, das von den CBRE Research Teams Asien-Pazifik und Japan erstellt wurde und heute veröffentlicht wird.

"Obwohl es noch zu früh ist, die Auswirkungen des Erdbebens auf den Immobilienmarkt Japans in vollem Umfang zu bewerten, sind einige kurzfristige Auswirkungen, darunter die Störung des Wirtschaftsgeschehens, unvermeidlich", sagt Nick Axford, Leiter von CBRE Research Asien-Pazifik. "Das unsichere wirtschaftliche Umfeld könnte einen gewissen Druck auf die Mietpreise von Büroflächen und luxuriösen Einzelhandelsflächen in Tokio ausüben, aber es bleibt abzuwarten, wie die Ereignisse vom März die grundlegenden Werte im industriellen Markt beeinflussen. Im Bereich der Investitionen erwarten wir, dass japanische Investoren und Fonds die Erholung der Transaktionsvolumen anführen, und während einige ausländische Investoren eine abwartende Haltung eingenommen haben, sehen andere dies als gute Gelegenheit zum Kauf."

Folgende Trends werden im Bericht beschrieben:

Konjunkturaussichten

  • Der Verlust der Infrastruktur zählt zu den größten Auswirkungen; die japanische Regierung schätzt die Verluste auf 16 bis 25 Billionen Japanische Yen. 
  • Das Wirtschaftswachstum wird ein Tauziehen zwischen Aufbauarbeit und stagnierender Aktivität in Tohoku werden. Die Produktion in anderen Regionen wird unter anderem aufgrund von Fertigungsstillständen in Tohoku und aufgrund des geschwächten Vertrauens der Verbraucher zurückgehen. 
  • Der aktuelle Stand der öffentlichen Finanzen ist ein Grund zur Besorgnis: Japans öffentliche Verschuldung liegt bei 120 % des BIP und das nationale Haushaltsdefizit bei 10 %.
  • Japans ausgeprägter Sinn für den öffentlichen Dienst, bekräftigt durch geduldige und fleißige Menschen mit einem starken Willen zum Wiederaufbau, wird die Bemühungen zur Wiederherstellung antreiben.

Auswirkungen auf Japans Immobilienmarkt
Büroflächen 

  • Gebäude in nahegelegenen Großstädten erlitten relativ geringe Schäden, während einige küstennahe Standorte in Tokio und Chiba mit Wasserschäden, der Verschiebung der Geländehöhen und Schäden an der Infrastruktur konfrontiert wurden. 
  • Angesichts der Unsicherheit um die Kernkraftwerke in Fukushima und aufgrund der Stromausfälle verlagerten einige Unternehmen ihren Hauptsitz vorübergehend nach Osaka, Kobe und Fukuoka. In Osaka führte dies zu einem Anstieg kurzfristiger Leasingverträge und voller Auslastung der Hotels.
  • Die Nachfrage nach erstklassigen Büroflächen wird sich voraussichtlich abschwächen, während Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten und die potentiellen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung beurteilen. Aus heutiger Sicht urteilt CBRE, dass die Mieten erstklassiger Büroflächen um mehr als 5 % zurückgehen könnten, während die Mieter sich noch in einer Geschäftsflaute befinden.
  • Auf lange Sicht werden erstklassige Bürogebäude wahrscheinlich davon profitieren, dass die Mieter mehr Wert auf die Erdbebensicherheit von Gebäuden legen werden.

Industrieflächen

  • Im Großraum Tokio haben sich zwei Trends herauskristallisiert: Von der Katastrophe betroffene Unternehmen mieten kurzfristig Lagerflächen an, besetzen langfristig offene Stellen, und die Nachfrage nach großen Logistikanlagen ist gestiegen, was zu einem Aufschwung führen könnte.
  • Mit Blick auf die Zukunft, wenn sich die Reparaturen an beschädigten Produktionsstätten in Nordjapan verspäten, werden Mieter ggf. bestehende Einrichtungen im Großraum Tokio konsolidieren. Wenn die kurzfristige Nachfrage allerdings nicht zu längerfristigem Bedarf führt, ist ein spürbarer Nutzen für die Mieten unwahrscheinlich.
  • Einige industrielle Mieter prüfen ihre nationalen Mietstrategien und sehen sich bei der Umsetzung ihrer Verbreitungsstrategien in Kansai nach Möglichkeiten für langfristige Bedürfnisse um.

Einzelhandel

  • Einzelhändler im Großraum Tokio erlitten nur minimale Sachschäden, wurden aber von der von den Verbrauchern selbst auferlegten Zurückhaltung bei Ausgaben und den beschränkten Geschäftszeiten aufgrund potentieller Stromausfälle betroffen. 
  • Einige Einzelhändler, vor allem ausländische Bekleidungsfirmen und Luxusmarken, verschoben ihren Hauptsitz vorübergehend nach Osaka oder schlossen ihre Geschäfte vollständig. Japanische Einzelhändler hingegen blieben größtenteils vor Ort. Bis Ende April hatten alle bis auf wenige Händler wieder eröffnet. 
  • CBRE erwartet, dass die Mieten in den kommenden sechs Monaten unverändert bleiben oder leicht nachgeben, sich aber erholen werden, wenn die nukleare Situation unter Kontrolle ist und der Tourismus sich wieder erholt hat.

Anlagemarkt

  • Die meisten für März und April geplanten Transaktionen waren nicht betroffen, allerdings wurden einige Geschäfte verschoben oder abgesagt – in erster Linie aufgrund der Zurückhaltung der Kreditgeber nach dem Erdbeben.
  • Ausländische Fonds nehmen eine abwartende Haltung ein, während sie die Aussichten für die Immobilienbranche neu bewerten. Sobald die aktuelle Situation behoben ist, werden sie wahrscheinlich zu den vor dem Erdbeben beobachteten Positionen zurückzukehren. 
  • Opportunistische Transaktionen werden ggf. zunehmen in einem Umfeld, in dem Japans öffentlicher Sektor unter Druck gerät, Vermögenswerte zu veräußern, um für die Kosten des Wiederaufbaus aufzukommen, und einige akut vom Erdbeben betroffene private Unternehmen sich gezwungen sehen, Vermögenswerte zu liquidieren, um den Wiederaufbau ihres Geschäfts zu finanzieren. Notverkäufe werden kaum erwartet.

Regionale und internationale Auswirkungen

  • Fertigungslieferkette: Lieferkettenprobleme aufgrund von Stromausfällen werden die Produktionsleistung in Asien mindestens bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2011 dämpfen und die stärksten Auswirkungen finden sich in der Elektronik- und Automobilindustrie. 
  • Handel: Die Auswirkungen eines Rückgangs des japanischen Handels auf asiatische Märkte werden voraussichtlich nicht überwältigend sein. 
  • Investitionsströme: Obwohl es noch zu früh ist, die genauen Auswirkungen der Katastrophe auf Japans ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) abzuschätzen, ist es möglich, dass japanische Firmen einige Mittel, die ursprünglich für ausländische Investitionen vorgesehen waren, im Inland verwenden.
  • Touristikbranche: Es werden erhebliche Einbrüche im Ausreiseverkehr von Japan in andere asiatische Länder erwartet, möglicherweise bis zu 36 % – der nach dem Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 beobachtete Rückgang.

 

Über CBRE Group, Inc.
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2010 – weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit ca. 31.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundsunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Debt Advisory und Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de. Bitte besuchen Sie unsere Website unter www.cbre.com.​​​​​

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