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CBRE Group, Inc. beobachtet anhaltende Erholung des US-Gewerbeimmobilienmarkts im ersten Quartal 2013

Los Angeles, 8. April 2013 – Wie die jüngsten Analysen der CBRE Group Inc. ergaben, erholte sich der US-Gewerbeimmobilienmarkt im ersten Quartal 2013 weiterhin nach und nach.

• Die Leerstandsrate bei Büroimmobilien fiel um 10 Basispunkte (Bp.), da die Büromärkte der USA allgemein der ungleichmäßigen Konjunkturerholung und dem „Sequester1“ im US-Bundeshaushalt standhielten. Die Büroleerstände sind nun seit 11 Quartalen in Folge gesunken und betragen derzeit 15,3 %, der niedrigste Stand seit dem ersten Quartal 2009.
• Die Verfügbarkeit2 von US-Industrieimmobilien fiel im ersten Quartal 2013 um 50 Bp. auf 12,3 %, was den größten vierteljährlichen Rückgang seit Beginn der Erholung des Industriesektors im Jahr 2010 darstellt.
• Die Verfügbarkeitsrate von Einzelhandelsimmobilien betrug im gleichen Zeitraum 12,5 % und sank im Vergleich zum vorherigen Quartal um 30 Bp. Dies ist der größte Rückgang seit mehreren Jahren.
• Die Nachfrage nach Wohnhäusern in den USA ist weiterhin hoch. Die Leerstände beliefen sich hier im ersten Quartal 2013 auf 5,1 %.

„Einzelhandelsstandorte und Lagergebäude erlebten ihr bestes Quartal seit vielen Jahren im Hinblick auf die Leerstands-/Verfügbarkeitsrückgänge. Dies ist das Ergebnis eines größeren Verbrauchervertrauens. Höhere Ausgaben für Konsumgüter führten zu einer verbesserten Gebäudenutzung bei beiden Immobilienarten“, so Jon Southard, Managing Director der Econometric Advisors Group von CBRE. „Die Erholung setzte sich auch bei Mehrfamilien- und Büroimmobilien fort, wenn auch die Nachfrage das neue Angebot während des Quartals in beiden Sektoren nicht dramatisch überstieg.“

Büroimmobilienmarkt
Die Leerstandsrate für Büroimmobilien von 15,3 % für das erste Quartal 2013 war 70 Bp. niedriger als im ersten Quartal des letzten Jahres. In den ersten drei Monaten dieses Jahres übertrafen die Vorstadtmärkte weiterhin die innerstädtischen. Die Leerstände in den Vorstädten fielen um 10 Bp. auf 17 %, während die Rate für die Innenstädte unverändert bei 12,4 % verweilte.

Die Entwicklung auf lokalen Märkten war gemischt, wobei die Leerstände bei der Hälfte der beobachteten Märkte (31 von 63) zurückgingen. Am besten schnitten im ersten Quartal die kleineren Märkte ab. Austin und Las Vegas führen mit einem Rückgang der Leerstände um jeweils 120 Bp. alle Märkte an. Während Austin während dieser Erholung kontinuierlich einen der Spitzenplätze belegte (aufgrund seiner High-Tech- und Unternehmensdienstleistungssektoren), hat Las Vegas erst vor Kurzem begonnen, sich von der Immobilienkrise zu erholen. Trotz des Rückgangs um 120 Bp. im ersten Quartal liegt die Leerstandsrate von Büros in Las Vegas mit 24,6 % immer noch um mehr als 1700 Bp. über dem Tiefstand von vor der Rezession. Zu den sich am besten entwickelnden Märkten gehörten im ersten Quartal auch Portland, Orange County, San Antonio und Indianapolis, die jeweils einen Rückgang der Leerstände um mindestens 90 Bp. verzeichneten. Die meisten Zugangsmärkte (darunter Boston, Chicago, Los Angeles, New York, San Francisco und Washington, D. C.) hatten im ersten Quartal zu kämpfen. Der Trend zum Mieten schwächte sich auf diesen Märkten ab, da größere Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen des Sequesters herrschte und die Wirtschaft bis Ende 2012 nur geringfügig wuchs. Unter den Zugangsmärkten wies nur Chicago im ersten Quartal 2013 einen Rückgang der Leerstände ( 10 Bp.) auf.

„Die Neueinstellungen waren im Privatsektor solide, da Unternehmen die Ausgabenkürzungen der Regierung zum größten Teil gelassen hinnahmen“, so Jon Southard. „Wegen des Sequesters erwarten wir jedoch in den kommenden Quartalen weitere Ausgabenkürzungen der Bundesregierung und der Staaten. Diese Kürzungen werden das Gesamtbeschäftigungswachstum wahrscheinlich nur verlangsamen – und nicht aufhalten. Infolgedessen dürfte sich die Nutzung von Büroimmobilien in diesem Jahr weiterhin kontinuierlich verbessern, wenn auch in einem langsameren Tempo als im letzten Jahr.“

Industrieimmobilienmarkt
In den letzten zwei Jahren verzeichnete der Industrieimmobilienmarkt eine langsame, aber stetige Erholung. Die Verfügbarkeitsrate in Höhe von 12,3 % für das erste Quartal 2013 liegt jetzt 230 Bp. unter ihrem Rezessions-Höchststand. Die Erholung ist nach wie vor weitreichend, wobei die Verfügbarkeit im Vergleich zum vorherigen Quartal auf 48 Märkten zurückging, auf sieben stieg und auf fünf unverändert blieb.

Einige der Produktionsmärkte in den USA, insbesondere solche mit einer hohen Präsenz der wieder erstarkenden US-Automobilindustrie, führten während des ersten Quartals die Erholung bei den Industrieimmobilien an. Dabei hoben sich insbesondere Detroit (-150 Bp.) und Cincinatti (-110 Bp.) hervor. Insgesamt fiel die Verfügbarkeit auf 10 Märkten um 100 Bp. oder mehr, darunter Boston, Chicago, Raleigh und Trenton. Unter den sonstigen größeren Märkten sank die Verfügbarkeit in Minneapolis um 50 Bp, in Cleveland, Dallas und Houston um je 40 Bp. und in Atlanta um 20 Bp. In Los Angeles blieb sie im zweiten Quartal in Folge unverändert.
 

Einzelhandelsimmobilienmarkt
Der Rückgang der Verfügbarkeit im ersten Quartal 2013 um 30 Bp. auf 12,5 % war der größte seit 2005 und unterstützt damit den wachsenden Optimismus, dass die Erholung bei den Einzelhandelsimmobilien weiter anhalten wird. Die Mehrzahl der Einzelhandelsmärkte verzeichnete gegenüber dem vorhergehenden Quartal eine fallende oder konstant bleibende Verfügbarkeit. Zu den nennenswerten Märkten mit den höchsten Rückgängen zählen Richmond, Charlotte, Cleveland, Memphis und Phoenix, die jeweils ein Minus von 60 Bp. und mehr aufwiesen. Am anderen Ende des Spektrums befanden sich Tampa, Fort Lauderdale und Birmingham mit einer im ersten Quartal um 30 Bp. oder mehr gestiegenen Verfügbarkeit. Märkte wie Tampa und Fort Lauderdale bekommen immer noch die Folgen der Immobilienkrise zu spüren, die eine Erhöhung der Verfügbarkeit von Einzelhandelsimmobilien verursachen. Dagegen profitieren Einkaufszentren auf Märkten wie Cleveland, Cincinnati und Columbus von überdurchschnittlichem Beschäftigungswachstum, was sich in einer starken Nachfrage und somit in sinkenden Verfügbarkeitsraten niederschlägt. 

Nach der Urlaubsbuchungssaison im Jahr 2012, die solide, wenn auch nicht so stark wie im vorangegangenen Jahr war, hielt die Kauflaune der Verbraucher in den ersten zwei Monaten des Jahres 2013 an. Das Wachstum der Kerneinzelhandelsumsätze liegt aber nach wie vor unter den historischen Werten, was darauf schließen lässt, dass Verbraucher weiterhin im Hinblick auf die Wirtschaft vorsichtig und mit zu hohen Ausgaben zurückhaltend sind. Vor diesem Hintergrund sehen sich Einzelhändler vor einer zu schnellen Expansion vor und das Wachstum der Einzelhandelsnachfrage wird daher weiterhin gedämpfter ausfallen als in vorherigen Erholungsphasen des Sektors.  

Wohnungsmarkt
Die Leerstandsrate für professionell verwaltete Wohneinheiten lag im ersten Quartal 2013 bei 5,1 % und blieb somit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dies ist das erste Mal seit 2009, dass die Leerstände im Jahresvergleich nicht zurückgingen. Darüber hinaus stiegen die Leerstände auf einem Drittel der Märkte im Vergleich zu vor einem Jahr um 50 Bp. oder mehr. Trotz des langsameren Nachfragewachstums blieb die Marktlage im historischen Vergleich angespannt. Die Leerstandsrate verzeichnete im Durchschnitt über vier Quartale 4,9 % bzw. lag 40 Bp. unter der langfristigen (20-jährigen) Norm.

Im Vergleich zu vor einem Jahr gingen die Leerstandsraten auf 23 der 63 beobachteten Märkte zurück. Zu den Märkten mit den größten Rückgängen der Leerstände gegenüber dem Vorjahr (mehr als 50 Bp.) zählten Orlando, Atlanta, Cleveland, Albuquerque, Cincinatti, Phoenix, Charlotte, Miami und West Palm Beach. Zu denjenigen mit den größten Steigerungen der Leerstände gegenüber dem Vorjahr (mehr als 100 Bp.) gehörten Greensboro, Las Vegas, Columbus, Pittsburgh, St. Louis, Indianapolis, Tucson, Dayton und El Paso. Die niedrigsten Leerstände (3,5 % oder weniger) verzeichneten u. a. Minneapolis, Salt Lake City, Newark, Pittsburgh, Miami, Cleveland, Edison, Providence, Hartford, Oakland und Boston. Die höchsten Leerstandsraten (7,5 % und mehr) hatten dagegen u. a. St. Louis, Indianapolis, Atlanta, Greensboro, El Paso, Jacksonville, Tucson, Las Vegas und Memphis.

Wenn auch die Gebäudenutzung etwas unter dem historischen Durchschnitt liegt, dürfte das Wachstum der effektiven Mieten 2013 solide bleiben, da sich die Wirtschaft noch weiter erholen wird. Da die effektiven Mieten auf den meisten Märkten nun weit über den Niveaus von vor der Rezession liegen, hat sich der Wohnungsbau in den letzten Monat wieder belebt und die Fertigstellungen dürften zum Jahresende hin wieder zum historischen Durchschnitt zurückkehren. Dies wird das Mietwachstum dämpfen, das Tempo der Leerstandsrückgänge verlangsamen und in vielen Märkten kurzfristig zu steigenden Leerstandsraten beitragen.

1 „Sequester“ bezieht sich auf die automatischen allumfassenden Kürzungen der Ausgaben der US-Bundesregierung, die im März 2013 in Kraft traten.

2 Verfügbarkeit ist die Fläche, die aktiv vermarktet wird und innerhalb von 12 Monaten zum Mieterausbau zur Verfügung steht.

Über CBRE Group, Inc.
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2012 – weltweit größte Dienstleistungs- und Investmentunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor.  Mit ca. 37.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundsunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Debt Advisory und Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de. Bitte besuchen Sie unsere Website unter www.cbre.com

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