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Chinesische Versicherungsfonds haben Immobilien im Ausland im Visier

- Großbritannien, USA, Kanada und Australien unter den globalen Hauptzielen -

- Investoren konzentrieren sich auf Büroimmobilien in den Spitzenlagen von Kernstädten im Ausland -

Hongkong, 2. September 2013 – Den neuesten Forschungsergebnissen des globalen Immobilienberaters CBRE zufolge verfügen chinesische Versicherungsfonds über mehr als 14 Mrd. US-$ für die Anlage in ausländische Immobilien, wobei u. a. Märkte mit hoher Transparenz, darunter Großbritannien, die USA, Kanada, Singapur, Hongkong und Australien, voraussichtlich das Hauptziel dieser Investitionen sein werden.

Angesichts der aktuellen Knappheit an investierbaren Immobilien in den Spitzenlagen von erstrangigen chinesischen Städten und des kurzfristigen Risikos, das von dem Überangebot in zweit- und drittrangigen chinesischen Städten ausgeht, dürfte für Büroimmobilien mit hoher Qualität in den Spitzenlagen von internationalen Kernstädten eine hohe Nachfrage bestehen, vor allem aufgrund der attraktiven Renditen, die diese in dem heutigen Niedrigzinsumfeld erzielen können.

Chinesische institutionelle Investoren sind im Vergleich zu Pensions-, Versicherungs- und Staatsfonds anderer Regionen immer noch relative Neulinge auf dem Gebiet der ausländischen Immobilienanlagestrategien. In den letzten Jahren haben chinesische institutionelle Investoren jedoch damit begonnen, ihre Investitionen in ausländische Immobilienmärkte zu erhöhen, ein Trend, der durch mehrere Faktoren bedingt war, darunter beschränkte Investitionskanäle in China, reichlich vorhandene Liquidität, Aufwertung der Landeswährung (Renminbi) und die relativ niedrigere Bewertung von ausländischen Objekten in den Jahren nach der Finanzkrise 2008.

2012 betrug das Gesamtvermögen der nationalen Versicherungsinstitute Chinas 1,2 Bio. US-$. Aufgrund neuer Reglementierungen können diese Institute bis zu 15 % ihres Vermögens in nicht selbst genutzte Immobilien anlegen. Demnach stehen gegenwärtig über 180 Mrd. US-$ für Immobilieninvestitionen zur Verfügung. Auf der Grundlage der in den letzten Jahren zu beobachtenden Anlagemuster von Versicherungsfonds in den Industrieländern (wobei die meisten Versicherungsfonds in der Regel bis zu 6 % ihres Vermögens direkt in Immobilien investieren) und unter der Annahme einer Aufteilung von 80:20 zwischen heimischen und ausländischen Märkten, könnten chinesische Versicherer schätzungsweise bis zu 14,4 Mrd. US-$ in ausländische Immobilien anlegen.

Die Zahl der investierbaren Immobilien ist zwar in den letzten Jahren in den Entwicklungsländern stark gestiegen, doch sind solche mit ausreichend hoher Qualität im Asien-Pazifik-Raum im Vergleich zu Nordamerika und Europa immer noch knapp. Aus diesem Grund dürften sich chinesische institutionelle Anleger auf Investitionsmöglichkeiten im obersten Bürosegment in Zugangsstädten konzentrieren, die kurzfristig eine stabile Rendite erzielen können, wie die Büros in den Spitzenlagen von internationalen Zugangsstädten.

Märkte, die sich durch hohe Transparenz auszeichnen, darunter Großbritannien, Kanada und Australien, sowie Märkte in Asien, die an das chinesische Festland angrenzen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund haben, wie Hongkong, Singapur, Malaysia und Thailand, dürften zukünftig das Hauptziel für chinesische Immobilieninvestoren darstellen.

Marc Giuffrida, Executive Director, Global Capital Markets, von CBRE meinte dazu:

„Chinesische Versicherungsinstitute sind auf dem heimischen Markt bereits gut etabliert, doch nach einer Reihe von Änderungen in der Regierungspolitik werden sie ausländische Gewerbeimmobilienmärkte ins Visier nehmen. Insbesondere die Versicherungsbranche floriert, und beflügelt durch die ständig steigenden Mittel werden Zugangsstädte auf der ganzen Welt, wie London, New York, Toronto, Singapur, Hongkong und Sydney, in zunehmend hohen Maße zum Ziel ihrer Investitionen. Die niedrige Liquidität, das Wertsteigerungspotenzial und die stabilen Cashflows von Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Spitzenanlagen sind genau das, was diese Anleger suchen.“

„Verglichen mit Industrieländern sind die Investitionen von chinesischen Versicherungsgesellschaften in ausländische Immobilien immer noch relativ niedrig. Doch selbst bei einer leichten Erhöhung der Investitionen könnten die Geldzuflüsse angesichts der Kapitalbasis recht erheblich sein. Wenn man den Verlauf der ausländischen Investitionen von Malaysia und Korea als Richtschnur nimmt, werden die großen Branchenführer als Pioniere vorangehen. Doch sobald sie Erfolge vorweisen, wird der Rest der Branche folgen.“

Die beliebtesten Ziele für Auslandsinvestitionen (2007 – 1. Quartal 2013)

 

 Immobilienanlagen sind für diese Investoren relativ neu, da es chinesischen Versicherungen erst seit 2009 erlaubt ist, in Immobilien zu investieren, nachdem die Regierungspolitik geändert wurde. Aufgrund weiterer Regulierungsänderungen können Versicherungen jetzt seit Ende des letzten Quartals bis zu 15 % ihres Gesamtvermögens in nicht selbst genutzte Immobilien investieren.

Die neue Reglementierung ist wohldosiert, um nachhaltige Investitionen während des gesamten Zyklus zu fördern. Zum Beispiel ist die Anlage beschränkt auf „ältere Einzelhandels- und Büroimmobilien mit soliden Erträgen, die im Zentrum der Großstädte in 25 Industrieländern liegen“, darunter die USA, Großbritannien, Hongkong und Australien. Dies schließt auch börsennotierte Immobilien-Investment-Trusts (REITs) in diesen 25 Ländern oder Regionen ein. Die Anlagesumme ist auf maximal 15 % des Gesamtvermögens des Versicherungsinstituts am Ende seines letzten Geschäftsjahrs beschränkt.

Frank Chen, Head of Research – China bei CBRE, bemerkte hierzu:

„Die meisten chinesischen Investoren mit ausreichend Kapital stehen nun beschränkten heimischen Investitionskanälen gegenüber. Wenn man dann noch die steigende Kaufkraft infolge der kontinuierlichen Aufwertung des Renminbi mit berücksichtigt, ist es für chinesisches Kapital jetzt der ideale Zeitpunkt, um in ausländische Märkte zu investieren. Dies betrifft nicht nur Kapital von chinesischen institutionellen Anlegern, die einen stabilen Ertragsfluss mit gemäßigtem langfristigem Risiko anstreben, sondern auch von Einzelpersonen, die nach Möglichkeiten Ausschau halten, ihr Vermögen zu erhalten und zu erhöhen sowie auszuwandern oder ihren Kindern eine bessere Ausbildung zu bieten. Zudem blicken auch Unternehmen über die Grenzen, die die Weichen für neue Wachstumspunkte stellen möchten, die diversifiziertere Investitionskanäle suchen und die erwarten, von den internationalen Best Practices zu lernen.“

Über CBRE Group, Inc.
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2012 – weltweit größte Dienstleistungs- und Investmentunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit ca. 37.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundsunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Debt Advisory und Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de. Bitte besuchen Sie unsere Website unter www.cbre.com.

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