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CBRE Group, Inc. zufolge setzte der US-Gewerbeimmobilienmarkt im 3. Quartal 2013 seine stetige Erholung fort

Los Angeles, 10. Oktober 2013 – Wie die jüngsten Analysen der CBRE Group Inc. ergaben, erholte sich der US-Gewerbeimmobilienmarkt im dritten Quartal 2013 weiterhin langsam aber stetig.

  • Die Leerstandsrate bei den Bürogebäuden fiel während des Quartals um 10 Basispunkte (Bp.) auf 15,1 %. Ihre Veränderung fiel damit geringer aus als im letzten Quartal, in dem sie um 20 Bp. zurückging. In absoluten Zahlen lag die Leerstandsrate jedoch um 50 Bp. unter der Rate von 15,6 % im 3. Quartal 2012. Der kontinuierliche Fortschritt zeigt jedoch, dass der Büroimmobilienmarkt den Auswirkungen der Ausgabenkürzungen der US-Bundesregierung – bekannt als „Sequester“ – bei einem bereits schleppenden Wirtschaftswachstum standhalten konnte.
  • Die Verfügbarkeit1 bei den US-Industrieimmobilien fiel im 3. Quartal 2013 gegenüber dem vorhergehenden Quartal um 30 Bp. auf 11,7 %. Sie liegt damit 130 Bp. unter dem Niveau von vor einem Jahr und 290 Bp. unter dem Höchststand während der Rezession.
  • Die Verfügbarkeit von Einzelhandelsimmobilien ging um 10 Bp. auf 12,2 % zurück und ist im Vergleich zum vorherigen Jahr um 70 Bp. gesunken.
  • Die Nachfrage nach Wohnhäusern in den USA ist weiterhin solide. Die Leerstände beliefen sich hier im dritten Quartal 2013 auf 4,6 %.

„Die Nutzung von Büros stieg im dritten Quartal. Der langsame Fortschritt steht weiterhin im Einklang mit einer wachsenden, aber schwachen Wirtschaft“, meinte Jon Southard, Managing Director der Eonometric Advisors Group von CBRE. „Die Industrieimmobilienmärkte schneiden jedoch weiterhin angesichts des gestiegenen Außenhandels und widerstandsfähiger Verbraucher- und Unternehmensausgaben in den USA überdurchschnittlich ab.“

Büroimmobilienmarkt
Die Verbesserungen der Leerstandsraten sind weiterhin relativ weitreichend, wobei der Großteil der Märkte gegenüber dem 2. Quartal 2013 einen Rückgang verzeichnete. Die Raten fielen auf den meisten lokalen Märkten (auf 38 der 63 beobachteten), wohingegen sie auf 18 Märkten stiegen. Die Leerstandsrate für Stadtrandgebiete ging um 20 Bp. auf 16,6 % zurück und fiel damit im sechsten Quartal in Folge. Dagegen stieg die Rate für die Innenstädte um 10 Bp. auf 12,4 %. Die Leerstände fielen zwar auf den meisten größeren innerstädtischen Märkten, doch wurden diese Rückgänge durch einen Anstieg in Downtown Manhattan ausgeglichen, der durch Verkleinerungen und Umzüge von Firmen in den Bereichen Finanz-, professionelle und Unternehmensdienstleistungen bedingt war.

Da sich die Verbesserungen der Büromärkte weiterhin im gesamten Land ausweiten, schnitten im dritten Quartal Märkte mit sehr hohen Leerstandsraten mitunter am besten ab: Die Leerstandsrate von Detroit und Edison (im vorstädtischen New Jersey) fiel um 110 Bp. bzw. 100 Bp. auf 23,4 % bzw. 22,2 %. Trotz dieser starken Rückgänge bleiben die Leerstandsraten auf diesen Märkten über den Tiefständen von vor der Rezession und sie sind dabei, zum Rest des Landes aufzuschließen. Richmond und Kansas City, wo die Leerstände um jeweils 90 Bp. zurückgingen, gehörten gleichermaßen zu den am besten abschneidenden Märkten, ebenso wie Riverside (CA) und Phoenix, wo die Raten um jeweils 80 Bp. fielen. Den größte Anstieg der Leerstandsrate außerhalb von Downtown Manhattan verzeichnet San Jose, wo diese im dritten Quartal um 130 Bp. auf 14,8 % wuchs – hauptsächlich bedingt durch neue Fertigstellungen.

„Wenn auch der teilweise Verwaltungsstillstand für noch mehr Unsicherheit sorgte, ist dieser jedoch voraussichtlich nur eine kurzfristige Störung auf nationaler Ebene“, meinte Jon Southard. „Der Büroimmobilienmarkt hat sich so gut entwickelt, wie man es angesichts der Unsicherheiten erwarten kann. Neueinstellungen im Privatsektor sind im letzten Jahr solide geblieben. Unternehmen schufen monatlich 190 000 neue Stellen bis August und der mangelnde Bau von neuen Büros wird weiterhin die Erholung des Marktes unterstützen.“

Industrieimmobilienmarkt
Die Verfügbarkeitsrate von Industrieimmobilien, die sich derzeit bei 11,7 % befindet, hat sich nun seit 13 aufeinander folgenden Quartalen verbessert, wobei die größten Rückgänge in den letzten vier Quartalen zu verzeichnen waren. Die Erholung bleibt weitreichend, wobei die Mehrheit der lokalen Märkte (42) seit dem letzten Quartal Rückgänge und nur 14 Erhöhungen vermeldete. Am meisten reduzierte sich im Quartal die Verfügbarkeit in Charlotte und Trenton (-230 Bp.), Allentown (-160 Bp.) und San Francisco (-120 Bp.). Von den Märkten mit Rückgängen verzeichnete die Hälfte – darunter Dallas, Cleveland und Atlanta – ein Minus von 40 Bp. oder mehr. In Chicago und Los Angeles, den zwei größten Industrieimmobilienmärkten, verringerten sich die Leerstände um 20 Bp.

Die kontinuierliche Erhöhung des Tempos der Erholung der Industriemärkte ist auf einen gestiegenen Außenhandel und auf widerstandsfähige heimische Verbraucher- und Unternehmensausgaben zurückzuführen. Die Volkswirtschaften Europas scheinen sich stabilisiert zu haben und in China gibt es Anzeichen einer stärkeren Konjunkturerholung, was einer weitreichenderen Verbesserung des Handels und einer weiteren Belebung des Wachstums auf dem Industriemarkt förderlich sein dürfte. Unsicherheit im Inland besteht weiterhin angesichts des anhaltenden Verwaltungsstillstands. Zudem werden weitere Debatten über die Anhebung der Schuldenobergrenze vor Ablauf der Frist am 17. Oktober 2013 erwartet.

Einzelhandelsimmobilienmarkt
Die Verfügbarkeitsrate für Einzelhandelsimmobilien ging im 3. Quartal 2013 auf 12,2 % zurück. Dieser Rückgang war nicht so dynamisch wie in der ersten Hälfte des Jahres 2013, auch wenn die Trends bei der Nettoabsorption für die zweite Hälfte des Jahres positiv bleiben dürften. Die Zahl der Märkte, die eine steigende Verfügbarkeitsrate aufwiesen, nahm im Vergleich zum 2. Quartal 2013 zu. Märkte wie New York, Tampa und Cleveland verzeichneten einen Anstieg der Verfügbarkeit im 3. Quartal um 60 Bp. oder mehr. Zu den Märkten, auf denen sich die Verfügbarkeit verbesserte, gehörten Dallas, Trenton, Cincinnati und Fort Worth. Sie verzeichneten jeweils einen Rückgang von 40 Bp. oder mehr. Die meisten Märkte blieben unter dem Verfügbarkeitsniveau von vor einem Jahr, mit Ausnahme von Tampa, Raleigh, West Palm Beach, Riverside, Fort Lauderdale und New York.

Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze präsentierte sich in den letzten Monaten volatil. Das Wachstum bewegt sich nach wie vor etwas unter dem langfristigen Trend und es scheint, dass Verbraucher vorsichtiger sind, da die Weihnachtseinkaufssaison bald beginnt. Ein Lichtblick ist die Prognose einer weiteren Verbesserung der Erholung des Wohnungsmarktes für die kommenden Monate, wovon Einzelhändler, die wohnungsbezogene Waren verkaufen, profitieren dürften. Diese Einzelhändler waren vom Konjunkturrückgang am stärksten betroffen und müssen erst noch wieder ihre Umsatzhochs von vor der Rezession erreichen (andere Einzelhändler für zyklische und nicht-zyklische Konsumgüter haben bereits ihre Höchststände von vor der Rezession erreicht und übertroffen).

Wohnungsmarkt
Vorläufige Daten weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach Wohnungen weiterhin steigt, jedoch in einem langsameren Tempo als im letzten Quartal. Die Leerstandsrate für professionell verwaltete Wohneinheiten lag im dritten Quartal 2013 bei 4,6 % und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 10 Bp. Die Marktlage bleibt im historischen Vergleich angespannt. Die Leerstandsrate verzeichnete im Durchschnitt über vier Quartale fast 4,8 % bzw. lag 50 Bp. unter der langfristigen (20-jährigen) Norm.

Im Vergleich zu vor einem Jahr gingen die Leerstandsraten auf 20 der 63 beobachteten Märkte zurück. Zu den Märkten mit den größten Rückgängen der Leerstände gegenüber dem Vorjahr (mehr als 80 Bp.) zählten Sacramento, Atlanta, Dallas, Houston, Jacksonville, Portland und West Palm Beach. Die größten Zuwächse der Leerstände im Jahresvergleich (mehr als 80 Bp.) verzeichneten dagegen unter anderem Cincinnati, Indianapolis, St. Louis, Birmingham, Columbus, Richmond, Dayton, Pittsburgh, Cleveland, Albuquerque, Louisville, Salt Lake City und El Paso. Zu den Märkten mit den niedrigsten Leerstandsraten (3% oder darunter) gehörten Minneapolis, Oakland, Portland, San Jose, Miami und Newark. Die höchsten Leerstandsraten (7 % oder mehr) verzeichneten hingegen Phoenix, Greensboro, Indianapolis, Las Vegas, Memphis, Tucson und El Paso.

Angesichts der unter dem historischen Durchschnitt liegenden Leerstände und der weiteren Erholung der US-Wirtschaft und des Wohnungsmarktes dürfte das Wachstum der effektiven Wohnungsmieten für den Rest des Jahres 2013 und in das Jahr 2014 hinein solide bleiben. Da die effektiven Mieten auf den meisten größeren Märkten nun weit über den Niveaus von vor der Rezession liegen, hat sich der Wohnungsbau in den letzten Monaten wieder belebt und die Fertigstellungen werden zum Jahresende hin voraussichtlich wieder zum historischen Durchschnitt zurückkehren. Infolgedessen entwickelt sich das Wachstum der Mieten und Einnahmen für 2013–2014 langsamer als für 2011–2012.

1 Verfügbarkeit ist die Fläche, die aktiv vermarktet wird und innerhalb von zwölf Monaten zum Mieterausbau zur Verfügung steht.

Über CBRE Group, Inc.
CBRE Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2012 – weltweit größte Dienstleistungs- und Investmentunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit ca. 37.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundsunternehmen) ist CBRE Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Debt Advisory und Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de. Bitte besuchen Sie unsere Website unter www.cbre.com.

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